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Heraldik
Neue Wappen im Glarnerland PDF Drucken

Wappenvorschläge für die neuen Glarner GemeindenNachdem die Glarner Landsgemeinde über die Verkleinerung der Zahl der Gemeinden von 25 auf 3 zweimal, zuletzt 2008 überaus deutlich, mit Ja entschieden hat, ist eine Diskussion über Wappen und Namen in den drei künftigen Gemeinden im Gang. Aus der Bevölkerung sind für die vier in Glarus Mitte zusammengeschlossenen Gemeinden viele Namensvorschläge eingegangen. Am 12. Dezember entschied sich die erste Versammlung der Grossgemeinde deutlich für den bekannten und vertrauten Namen Glarus. Der Entscheid zugunsten der bisher grössten und bekanntesten Gemeinde im involvierten Quartett fiel beim Namen, aber nicht beim Wappen, das es ebenfalls auszuwählen galt. Statt nämlich den schlichten schwarzen Steinbock, das bisherige Wappen des Kantonshauptorts, zu wählen, entschied sich die Versammlung deutlich für einen silbernen Schrägfluss (s. Wappen rechts oben). Glarus ist damit landesweit der erste Kantonshauptort, der sein Wappen wechselt.

 
Ergänzung zum «Emmentaler Geschlechter- und Wappenbuch» PDF Drucken

Ergänzungsband zum Emmentaler Gechlechter- und WappenbuchVor zehn Jahren ist das «Emmentaler Geschlechter- und Wappenbuch» erschienen. Nun hat Hans Rudolf Christen einen Ergänzungsband veröffentlicht, der einige Korrekturen und vor allem viel Neues enthält.

Das «Emmentaler Geschlechter- und Wappenbuch» ist mit seinen gut 650 Seiten ein umfassendes Werk. Nun, zehn Jahre nach dessen Erscheinen, legt Hans Rudolf Christen einen Ergänzungsband auf. Dieser ist zwar «nur» gut 140 Seiten stark, enthält aber nützliche Korrekturen, zusätzliche Informationen und Neueinträge von Familienwappen. Wie im Hauptband hat sich Christen auf das Gebiet Emmental beschränkt (Ämter Burgdorf, Trachselwald, Signau und Konolfingen).

Während in den Städten die Wappen der Burger feinsäuberlich von Generation zu Generation weitergegeben wurden, herrsche bei der Landbevölkerung eher ein Wildwuchs. Es komme vor, dass verschiedene Teile einer Familie ganz unterschiedliche Wappen tragen. «Möglicherweise haben sie sich gar nicht gekannt», erklärt Christen. Manchmal sei auch, um Verwechslungen zu vermeiden, ein neues Wappen gestaltet worden.

 
Zürcher Wappenrolle PDF Drucken

Zürcher WappenrolleDie Zürcher Wappenrolle wurde um 1335/1345 von einem unbekannten Maler angefertigt. Der Ursprungsort ist nicht bekannt. Sie dürfte jedoch in Konstanz oder St. Gallen entstanden sein. Unvermittelt tauchte sie im Besitz des Zürcher Naturforschers und Historikers Dr. med. Jacob Scheuchzer (1672–1733) auf, dessen Neffe sie der Burgerbibliothek schenkte. Heute ist sie als Depositum der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich im Schweizerischen Landesmuseum zu sehen. Die Wappen stammen hauptsächlich aus der Bodenseegegend, aus dem Elsass und aus Baden. Von den einst vier aneinander genähten Pergamentstreifen von zwölf Zentimetern Höhe haben sich deren drei mit 559 Wappen und 28 Bannern erhalten. Die etwa 110 Originalwappen des verlorenen Streifens sind in Kopien überliefert.

 
Rechts und Links PDF Drucken

Ritter Die Seitenbezeichnungen führen in der Heraldik immer wieder zu Missverständnissen. Das kommt daher, dass die Blasonierung immer aus der Sicht des Schildträgers und nicht aus jener des Betrachters erfolgt. Aus dessen Sicht vertauschen sich rechts und links im Schildbild.

Wappenfiguren schauen in der Regel nach (heraldisch) rechts, also vom Betrachter aus gesehen nach links. Diese Normalstellung ist in der Blasonierung nicht besonders zu erwähnen. Sie versteht sich von selbst. Die Linksstellung als Ausnahme hingegen muss bei der Beschreibung des Wappens immer erwähnt werden.

Baer von RothristSiglistorf AG

Der Bär im Familienwappen der Baer von Rothrist in heraldischer Normalstellung mit Blick nach (heraldisch) rechts. Blasonierung: In Gold auf grünem Dreiberg in aufgerichteter schwarzer, rot bewehrter Bär mit rotem Halsband.

Dagegen ist der Hirsch des Gemeindewappens von Siglistorf AG nach links gekehrt. Blasonierung: In Blau auf grünem Dreiberg linksgekehrter springender gelber Hirsch.

 
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