|
Das Meertens-Institut der Universität Utrecht hat auf ihrer Webseite alle 314 000 Familiennamen, die 2007 in den Niederlanden vorkommen, in einer Datenbank gesammelt und in einer Verbreitungskarte dargestellt. Interessant ist der Vergleich der Daten mit den Volkszählungsdaten von 1947. Bei etwa 100 000 Familiennamen gibt es weitere Informationen wie Namensdeutung, Schreibvarianten, ältere Namensformen und sogar Links zu Webseiten zu diesen Namen. Oft führt ein direkter Link zum Katalog des Zentralbüros für Genealogie in Den Haag. Zwischen 1947 und 2007 wuchs die niederländische Bevölkerung von 9,5 auf 16 Millionen Menschen an. Familiennamen sind verschwunden, andere treten mehr als doppelt so häufig auf. Viele neue Namen bringen die Einwanderer mit. |
|
Jeder Ortsname hat seine Bedeutung. Die Erklärungen dazu findet man in den Namenbüchern, die für einzelne Kanton vorliegen oder neu in der Datenbank Schweizer Ortsnamen. Aufgeschaltet sind bisher sechs Kantone aus der Deutschschweiz.
Was bedeutet «Bern»? Wie kam die «Hellweid» zu ihrem schönen Namen? Oder was hat es mit «im Lödö» auf sich? Wer sich für Schweizer Ortsnamen interessiert, erhält auf den Gemeindeverwaltungen und in den Bibliotheken Antworten, die Namen werden hier aber nicht systematisch gesammelt. Letzteres tun zwar manche Kantone, allerdings sammelt jeder Kanton für sich und jeder wieder anders. Eugen Nyffenegger, der kürzlich mit seinem Forschungsteam das Namenbuch des Kantons Thurgau publiziert hat, fiel vor einigen Jahren auf, dass in der äusserst aufwendigen Namenforschung zahlreiche Wiederholungen auftreten, die vernetzt Synergien schaffen würden. Er entwickelte die Idee, eine «Datenbank der Schweizer Ortsnamen» zu errichten, auf der die bereits vorhandenen Sammlungen deutschschweizerischer Orts- und Flurnamen einsehbar sind. Das vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanzierte Projekt startete vor sieben Jahren, die Digitalisierung nur gedruckt vorliegender Namenbücher wird demnächst abgeschlossen.
|
|
Der Katzensee ist ein See an der Gemeindegrenze zwischen der Stadt Zürich und Regensdorf. Der See ist 0.8 km lang und 0.4 km breit. Er teilt sich in zwei Teile, den Oberen und den Unteren Katzensee. Der Name Katzensee habe nichts mit Katzen zu tun, schreibt der Lokalhistoriker Lucas Wüthrich in einer Publikation. Der See, der früher viel grösser war, als er es heute ist, kam mit grosser Wahrscheinlichkeit schon in der Zeit der Völkerwanderung im 6./7. Jahrhundert zu seinem kuriosen Namen. Der Alemanne Hatto hatte sein Holzhaus in Ufernähe des Sees errichtet. Durch die Lautverschiebung vom H zum K wurde aus dem See des Hatto der Kattosee. Mit einer weiteren Abschleifung des Namens kam es schliesslich zum Katzensee.
|
|
Es hat sich herumgesprochen: In Leipzig gibt es deutschlandweit den einzigen Lehrstuhl für Namenskunde. Onomastik im Fachlatein. Jürgen Udolph ist mittlerweile deutschlandweit bekannt geworden. Einmal mit seinen Radiobeiträgen, zum anderen auch mit seinem «Buch der Namen». Immer mehr Deutsche hat die Neugier gepackt, herauszufinden, woher der eigene Name kommt, und die simple Frage zu lösen: «was sagt der Name?»
|
|
|
|
|
<< Start < Zurück 1 2 3 Weiter > Ende >>
|
|
Seite 1 von 3 |